Leitner-System: Karteikarten mit Wiederholungsboxen lernen
Das Leitner-System ist eine einfache Methode, um Karteikarten nach deinem Wissensstand zu organisieren. Neue oder schwierige Karten bleiben in einer häufig wiederholten Box. Sicher erinnerte Karten wandern in Boxen mit längeren Abständen.
So funktioniert das Leitner-System
- Alle neuen Karten beginnen in Box 1.
- Du beantwortest eine Karte, bevor du die Rückseite ansiehst.
- Richtig beantwortete Karten wandern in die nächste Box.
- Falsch beantwortete Karten gehen zurück in eine häufigere Wiederholungsstufe.
- Je höher die Box, desto seltener wird sie geprüft.
Box 1: häufig
Box 2: alle paar Tage
Box 3: deutlich seltener
Warum die Methode sinnvoll ist
Das System verhindert, dass du jede Karte gleich oft wiederholst. Schwierige Inhalte bekommen mehr Aufmerksamkeit, während sichere Karten nicht unnötig jeden Tag auftauchen.
Leitner-System und aktives Erinnern
Die Boxen allein erzeugen noch kein gutes Lernen. Entscheidend bleibt, die Antwort zuerst selbst aus dem Gedächtnis abzurufen. Erst danach kontrollierst du die Rückseite.
Leitner-System und Spaced Repetition
Das Leitner-System ist eine einfache Form verteilter Wiederholung. Moderne digitale Systeme wie Anki arbeiten differenzierter und planen Intervalle automatisch, verfolgen aber denselben Grundgedanken: sichere Inhalte später, unsichere früher wiederholen.
Mehr dazu findest du unter Anki FSRS erklärt.
Für welche Inhalte eignet es sich?
- Vokabeln und kurze Sätze;
- Definitionen und Fachbegriffe;
- Formeln und Regeln;
- Daten, Namen und kurze Zusammenhänge;
- Prüfungsfragen mit klaren Antworten.
Wann Anki praktischer ist
Wenn du nur wenige Papierkarten lernst, reicht das Leitner-System oft aus. Bei hunderten oder tausenden Karten, Audio und mehreren Sprachen wird ein digitales SRS deutlich einfacher zu verwalten.
Vom Leitner-System zu Anki
Wenn du Wiederholungen automatisch planen möchtest, zeigt dir DeckLearn, wie Anki mit Karteikarten und Sprachdecks eingesetzt wird.
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